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Aachener Geschichtsverein
 
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Exkursion: Studienfahrt nach Ingelheim (Mai 2007)

Studienfahrt zur Kaiserpfalz Ingelheim

Die wissenschaftliche Leitung der Studienfahrt zur Kaiserpfalz Ingelheim hatte Dietmar Kottmann.
Die Fahrt diente der Feststellung der Gemeinsamkeiten und der Unterschiede der beiden wohl aufwendigsten karolingischen Kaiserpfalzen. Schon die Forschungsgeschichte weist Paralellen auf, fanden doch in beiden Pfalzen 1910 bis 1914 Grabungen statt(Schmidt-Wöbke bzw. Rauch), deren Ergebnisse bislang nicht publiziert sind, obwohl beide Ausgräber eine hohes Alter erreichten.
In Ingelheim wurden die karolingischen Großbauten zerstört und später sehr kleinteilig überbaut. Die Stadt betreibt aber seit Anfang der 90er Jahre eine ehrgeizige Sanierung, bei der die städtebaulichen Verbesserungen mit der Erforschung (Dr. Holger Grewe) und mit der Aufbereitung der Grabungen in einem archäologischen Stadtrundgang einhergehen. Die notwendigen zentralen Informationen und die kostbaren Funde erwarten die Besucher im Besucherzentrum am Lachenal-Platz. Von einem vergleichbaren Aufwand ist man in Aachen noch weit entfernt.
Beide Pfalz-Anlagen waren singulär und bewußte Anknüpfungen an antike Bautraditionen und -formen. Bereits seit 1970 weiß man, daß die sog. Saalkirche ein Bau aus ottonischer Zeit ist. 2004 wurde innerhalb des Pfalzareals endlich die kirchlichen Bauten der karolingischen Zeit entdeckt: kleine Kapellen, die vom Kaiser lediglich privat genutzt werden konnten. Größere Staatsgeschäfte, bei denen für den anzunehmenden längeren Aufenthalt des Hofes wohl große Kirchenfeiern zu erwarten gewesen wären, waren also in Ingelheim bis in die ottonische Zeit ausschlossen.
Der Besuch erstreckte sich auch auf Oberingelheim, wo sich mehr mittelalterliche Bausubstanz als in Niederingelheim erhalten hat. An erster Stelle ist da die beeindruckende, dem Hl. Wigbert geweihte Kirchenburg zu nennen. Hier befand sich der Sitz des Oberhofes Ingelheim, dessen Erforschung mit dem unserem Verein seit der Gründung verbundenen Prof. Hugo Loersch beginnt – sowie die des Aachener Oberhofes.