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Aachener Geschichtsverein
 
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Veranstaltungen


Der Mittelaltervortrag im Januar 2013

Vortrag: Chlodwig und die Grundlegung des merowingischen Frankenreiches

Referent: Univ.-Prof. Dr. Matthias Becher (Bonn)

Zeit: 11. Jan. 2013, 19:00 Uhr (s.t.)

Veranstaltungsort: Sitzungssaal Haus Löwenstein, Markt 39/41, Aachen

Das Frankenreich war zwischen dem endenden 5. und dem 10. Jahrhundert die dominierende Macht in Europa. Seine Geschichte wurde von zwei langlebigen Dynastien bestimmt, den Merowingern bis zur Mitte des 8. Jahrhunderts und den Karolingern in der Zeit danach. Beide Dynastien haben je eine überragende Herrscherpersönlichkeit hervorgebracht – die Merowinger Chlodwig I. (481/2-511) und die Karolinger Karl den Großen (768-814). Während das Reich unter Karl seinen Gipfelpunkt erreichte, gehen die Grundlagen fränkischer Macht auf Chlodwig zurück. Unter ihm entstand nach dem Untergang des weströmischen Imperiums ein neues Großreich, das Teile sowohl des heutigen Frankreich als auch Deutschlands sowie die Benelux-Staaten umfasste. Aber Chlodwig war nicht nur ein Eroberer, sondern er traf auch im religiösen Bereich eine folgenschwere Entscheidung. Er war der erste Germanenkönig, der zur katholischen Form des Christentums übergetreten ist und damit die religiöse Ausrichtung des Frankenreiches bestimmt hat. Dies ist wiederum die wohl wichtigste Voraussetzung für die enge Verbindung von weltlicher und geistlicher Gewalt, die kennzeichnend für das Mittelalter werden sollte. Gleichwohl war Chlodwig eigentlich kein mittelalterlicher König, sondern seine Herrschaft ist nur auf dem Hintergrund spätantiker Entwicklungen zu verstehen.