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Aachener Geschichtsverein
 
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Veranstaltungen


100 Jahre Beginn des I. Weltkrieges und 70 Jahre Ende des II. Weltkrieges

Wanderung auf den „Spuren beider Weltkriege an Aachens“ Grenzen

Wiss. Leitung: Rechtsdir. i.R. Dietmar Kottmann

Termin: 2. August.2014, 14.30 Uhr

Treffpunkt für die Rundwanderung: vor der D/NL Grenze an der Ecke Grensstraat/Vaalserstraße

Die Teilnahme ist unentgeltlich und eine Anmeldung nicht erforderlich. Der Rundweg von etwa 3 Stunden geht z.T. durch schwieriges und stark ansteigendes Terrain, für das Sie unbedingt festes Schuhwerk benötigen.

Beide Kriege haben Spuren im unmittelbaren Grenzbereich hinterlassen, so wie die Grenzen selbst sich auch aufgrund der Kriege verändert haben. Nach Schengen ist es kein Problem mehr, die Grenzen an beliebiger Stelle zu überqueren, so dass deren frühere Unüberwindlichkeit langsam in Vergessenheit gerät.
Die Niederlande waren zwar am I. Weltkrieg nicht beteiligt. Das führte aber zur Ausreise vieler Belgier über die belgisch-niederländische Grenze. Die deutsche Besatzungsmacht versuchte dies durch einen Elektrozaun zu unterbinden, in dem viele Menschen mangels eigener Erfahrungen mit der Elektrizität den Tod fanden. Der Todesstreifen begann bereits ab Vaalserquartier und wurde u.a. auch von dort aus mit Strom versorgt.
Der Angriff auf die starke Festung Lüttich am 4.8.1914 begann mit dem Versuch, durch den Gemmenicher Tunnel nach Belgien einzudringen. Belgien blockierte aber – wohl in Vorahnung dieses Versuches und in Kenntnis der Bedeutung der Schiene für die militärische Logistik – den Tunnel durch die Kollision zweier Lokomotiven im Tunnel. Im II. Weltkrieg wollte man wegen des erwarteten Überfalls am 10.5.1940 ebenso verfahren. Das wurde aber durch einen frühzeitig eingesetzten deutschen Stoßtrupp vereitelt.
Für den Vorstoß des preußischen Militärs 1914 stand deshalb nur der Weg über die Lütticher Straße offen, wobei viele der erfolgreich abgeschlagenen und z.T. verletzten Soldaten schon am nächsten Tage auf dem gleichen Wege wieder zurück kamen. Lüttichs 12 Festungen gehörten damals zu den modernsten der Welt. Doch der Einsatz schwerster Geschütze brach ihren Widerstand. Fort Loncin z.B. wurde am 15.8.1914 durch einen einzigen Volltreffer einer 42cm Haubitze in die Munitionskammer zerstört.
Unter Einsatz von u.a. russischen Kriegsgefangenen wurde in Regie der deutschen Besatzer eine neue Bahnlinie nördlich an Lüttich vorbei gebaut.
Die Bunker des Westwalls entlang der Grenze sind heute überwiegend mit Erde überdeckt. Die berühmten „Drachenzähne“ sind aber noch weithin sichtbar.
Die Wege von Fluchthelfern aus dem III. Reich sind nur zu erahnen, wohingegen die Pfade der Schmuggler der Nachkriegsjahre wegen der noch lebenden Zeitzeugen bekannt sind.

Hierzu haben wir einen speziellen Online-Beitrag verfaßt:

Online-Beitrag