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Aachener Geschichtsverein
 
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Satzung


Satzung 1979

[Anmerkung: Die Satzung des Vereins wurde in der Mitgliederversammlung vom 21.4.2017 neu gefaßt.]

§ 1 Name

Der Verein führt den Namen “Aachener Geschichtsverein” und soll in das Vereinsregister eingetragen werden; nach der Eintragung führt er den Zusatz “e.V.” Der Verein hat seinen Sitz in Aachen. Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

§ 2 Vereinszweck

Zweck des Vereins ist die Erforschung der Aachener Stadtgeschichte, ihre Einbettung in die Territorialgeschichte und in die allgemeine Geschichte sowie die Pflege des Geschichtsbewußtseins. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch Vorträge, Exkursionen, Veröffentlichungen und Gedankenausausch mit anderen Vereinen und Stellen, die ähnliche Zwecke verfolgen.

§ 3 Gemeinnützigkeit

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts “Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Sie erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins nichts zurück. Keine Person darf durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das verbleibende Vermögen an die Stadt Aachen. Dabei erhält das Stadtarchiv die Vereinsakten, und alle Druckschriften, die archivalisches Interesse haben, die Stadtbibliothek alle sonstigen Druckschriften, insbesondere die noch vorhandenen Restauflagen der Zeitschrift des Vereins. Das Geldvermögen ist von der Stadt Aachen für wissenschaftliche Veröffentlichungen zur Stadtgeschichte zu verwenden.

§ 4 Mitgliedschaft

Mitglied des Vereins können natürliche und juristische Personen werden. Über den Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand. Der Antrag soll zweckdienliche Angaben über den Antragsteller enthalten. Ein Rechtsanspruch auf Mitgliedschaft besteht nicht. Außerhalb Aachens wohnende natürliche Personen, die sich die Forderung des Vereinszwecks besonders angelegen sein lassen, können mit ihrer Zustimmung vom Vorstand zu korrespondierenden Mitgliedern ernannt werden. Mitgliedern, die sich durch wissenschaftliche oder sonstige Leistungen in hervorragender Weise um den Verein und seine Bestrebungen verdient gemacht haben, kann auf Vorschlag des Vorstandes von der Mitgliederversammlung die Ehrenmitgliedschaft des Vereins verliehen werden.

§ 5 Beendigung der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet

a) mit dem Tod des Mitglieds;
b) im Falle der Mitgliedschaft einer juristischen Person mit deren Auflösung;
c) durch freiwilligen Austritt;
d) durch Streichung von der Mitgliederliste;
e) durch Ausschluß aus dem Verein.

Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied des Vorstandes.
Ein Mitglied kann durch Beschluß des Vorstandes von der Mitgliederliste gestrichen werden, wenn es trotz zweimaliger Mahnung mit der Zahlung von mehr als zwei Jahresbeiträgen im Rückstand ist. Die Streichung darf erst beschlossen werden, nachdem seit der Absendung des zweiten—eingeschriebenen—Mahnschreibens ein Monat verstrichen ist. Die Streichung ist dem Mitglied mitzuteilen.

Ein Mitglied kann, wenn es gegen die Vereinsinteressen gröblich verstoßen hat, durch Beschluß des Vorstandes aus dem Verein ausgeschlossen werden. Vor der Beschlußfassung ist dem Mitglied unter Setzung einer angemessenen Frist Gelegenheit zu geben, sich persönlich vor dem Vorstand oder schriftlich zu rechtfertigen. Der Beschluß über den Ausschluß ist mit Gründen zu versehen und dem Mitglied mittels eingeschriebenen Briefs bekanntzumachen. Gegen den Ausschließungsbeschluß des Vorstandes steht dem Mitglied das Recht der Berufung an die Mitgliederversammlung zu. Die Berufung muß innerhalb einer Frist von einem Monat ab Zugang des Ausschließungsbeschlusses beim Vorstand eingelegt werden. Ist die Berufung rechtzeitig eingelegt, so entscheidet die nächste Mitgliederversammlung endgültig. Macht das Mitglied von dem Recht der Berufung gegen den Ausschließungsbeschluß des Vorstandes keinen Gebrauch oder versäumt es die Berufungsfrist, so unterwirft es sich damit dem Ausschließungsbeschluß des Vorstandes mit der Folge, daß die Mitgliedschaft als beendet gilt.

§ 6 Beiträge

Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben. Die Höhe des Jahresbeitrags wird von der Mitgliederversammlung bestimmt. Ehrenmitglieder und korrespondierende Mitglieder sind von der Beitragspflicht befreit.

§ 7 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind

a) der Vorstand,
b) der Beirat,
c) der wissenschaftliche Ausschuß,
d) die Mitgliederversammlung .

§ 8 Vorstand (Zusammensetzung)

Der Vorstand besteht aus sechs Mitgliedern, und zwar dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden, dem Schatzmeister, dem stellvertretenden Schatzmeister, dem Schriftführer und dem stellvertretenden Sckriftführer. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch zwei Mitglieder des Vorstands, darunter der Vorsitzende oder stellvertretende Vorsitzende, vertreten.

§ 9 Vorstand (Geschäftsführung)

Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie nicht durch die Satzung einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. Der Vorstand hat insbesondere folgende Aufgaben:

a) die Mitgliederversammlung sowie die Sitzungen des Beirats und des wissenschaftlichen Ausschusses vorzubereiten, diese Organe einzuberufen, ihre Tagesordnungen aufzustellen und ihre Beschlüsse auszuführen;
b) die Bücher des Vereins zu führen und Jahresabschluß sowie Jahresbericht aufzustellen;
c) die Arbeit von Beirat, wissenschaftlichem Ausschuß und Mitgliederversammlung durch zweckdienliche Anträge zu fördern.

Der Vorstand hat in allen wichtigen Angelegenheiten vor einer Entscheidung die Meinung des Beirats einzuholen.

§ 10 Vorstand (Wahl)

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von fünf Jahren, vom Tage der Wahl an gerechnet, gewählt; er bleibt jedoch bis zur Neuwahl des Vorstandes im Amt. Jedes Vorstandsmitglied ist einzeln zu wählen. Wählbar sind nur Vereinsmitglieder.

Scheidet ein Mitglied des Vorstands während der Amtsperiode aus, so kann der Vorstand mit Zustimmung des Beirats ein Ersatzmitglied für die restliche Amtsdauer des Ausgeschiedenen wählen.

§ 11 Vorstand (Sitzungen)

Der Vorstand faßt seine Beschlüsse im allgemeinen in Vorstandssitzungen, die vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom stellvertretenden Vorsitzenden, schriftlich oder fernmündlich einberufen werden. In jedem Fall ist eine Einberufungsfrist von zwei Wochen einzuhalten. Die Tagesordnung ist bei der Einladung anzugeben.

Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn mindestens vier Vorstandsmitglieder, darunter der Vorsitzende oder der stellvertretende Vorsitzende, anwesend sind. Bei der Beschlußfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen.

Die Vorstandssitzung leitet der Vorsitzende, bei dessen Verhinderung der stellvertretende Vorsitzende.
Die Beschlüsse des Vorstands sind zu Beweiszwecken in ein Beschlußbuch einzutragen und von allen Sitzungsteilnehmern zu unterschreiben. Die Niederschrift soll Ort und Zeit der Vorstandssitzung, die Namen der Teilnehmer, die gefaßten Beschlüsse und das Abstimmungsergebnis enthalten.

Ein Vorstandsbeschluß kann auf schriftlichem Wege gefaßt werden, wenn alle Vorstandsmitglieder mit diesem Verfahren und der zu beschließenden Entscheidung einverstanden sind.

§ 12 Beirat (Zusammensetzung)

Der Beirat besteht aus den Mitgliedern des Vorstandes und höchstens zwanzig weiteren Mitgliedern. Den Vorsitz führt der Vorsitzende des Vereins, bei seiner Verhinderung dessen Stellvertreter.

§ 13 Beirat (Aufgaben)

Der Beirat hat die Aufgabe, den Vorstand in allen wichtigen Vereinsangelegenheiten zu beraten.

§ 14 Beirat (Wahl)

Für die weiteren Mitglieder des Beirats gilt § 10 entsprechend mit der Maßgabe, daß die Ersatzmitglieder vom Beirat gewählt werden.

§ 15 Beirat (Sitzungen)

Für die Tätigkeit des Beirats gilt § 11 entsprechend mit der Maßgabe, daß zur Beschlußfähigkeit mindestens zehn Mitglieder anwesend sein müssen und die Niederschrift von dem Leiter der Sitzung sowie einem weiteren Mitglied zu unterzeichnen ist.

§ 16 Wissenschaftlicher Ausschuß (Zusammensetzung)

Der wissenschaftliche Ausschuß besteht aus dem Vorsitzenden, dem Schatzmeister, dem Schriftführer und mindestens drei weiteren Mitgliedern von besonderer wissenschaftlicher Befähigung in den Bereichen, auf die sich der Zweck des Vereins erstreckt.

§ 17 Wissenschaftlicher Ausschuß (Wahl)

Für die weiteren Mitglieder des wissenschaftlichen Ausschusses gilt § 10 entsprechend mit der Maßgabe, daß sie vom Vorstand mit Zustimmung des Beirats gewählt werden.

§ 18 Wissenschaftlicher Ausschuß (Sitzungen)

Für die Tätigkeit des wissenschaftlichen Ausschusses gilt § 11 entsprechend mit der Maßgabe, daß zur Beschlußfähigkeit mindestens fünf Mitglieder anwesend sein müssen und die Niederschrift von dem Leiter der Sitzung und einem weiteren Mitglied i. S. von § 17 zu unterzeichnen ist.

§ 19 Wissenschaftlicher Ausschuß (Aufgaben)

Der wissenschaftliche Ausschuß berät den Vorstand in den wissenschaftlichen Angelegenheiten. Er bereitet die Herausgabe der wissenschaftlichen Zeitschrift und der anderen wissenschaftlichen Veröffentlichungen des Vereins vor. Dabei entscheidet er insbesondere über die Aufnahme der eingegangenen Arbeiten, über Verlag, Druckerei, Auflage und Vertrieb.

§ 20 Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung besteht aus den Mitgliedern einschließlich der Ehrenmitgliedern und der korrespondierenden Mitglieder. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Zur Ausübung des Stimmrechts kann ein anderes Mitglied bevollmächtigt werden. Die Bevollmächtigung ist für jede Mitgliederversammlung gesondert zu erteilen. Ein Mitglied darf jedoch nicht mehr als drei fremde Stimmen vertreten.

§ 21 Mitgliederversammlung (Aufgaben)

Die Mitgliederversammlung ist ausschließlich für folgende Angelegenheiten zuständig:

a) Genehmigung des vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlusses und Jahresberichts;
b) Entlastung von Vorstand, Beirat und wissenschaftlichem Ausschuß;
c) Festsetzung des Jahresbeitrags;
d) Wahl der Mitglieder des Vorstands und der weiteren Mitglieder des Beirats;
e) Bestellung der Kassenprüfer;
f) Ernennung von Ehrenmitgliedern;
g) Entscheidung über die Berufung über einen Ausschließungsbeschluß des Vorstandes;
h) Änderung der Satzung;
i) Auflösung des Vereins.

§ 22 Mitgliederversammlung (Sitzungen)

Mindestens einmal im Jahr soll die ordentliche Mitgliederversammlung stattfinden. Sie wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte dem Verein vom Mitglied angegebene Adresse gerichtet ist. Die Tagesordnung setzt der Vorstand fest.

Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom stellvertretenden Vorsitzenden geleitet. Ist auch dieser verhindert, so treten die anwesenden Mitglieder des Beirats in der Reihenfolge des Alphabets an seine Stelle.

Die Art der Abstimmung bestimmt der Versammlungsleiter. Die Abstimmung muß schriftlich stattfinden, wenn mindestens ein Drittel der anwesenden Mitglieder es verlangt. Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlußfähig. Sie faßt ihre Beschlüsse im allgemeinen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Stimmenthaltungen bleiben dabei außer Betracht. Zur Änderung der Satzung und zur Auflösung des Vereins ist jedoch eine Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich. Hat bei Wahlen im ersten Wahlgang kein Kandidat die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erreicht, so entscheidet eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den höchsten Stimmzahlen.

Über die Beschlüsse ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom Versammlungsleiter und einem weiteren Mitglied zu unterzeichnen ist. Sie soll folgende Feststellungen enthalten: Ort und Zeit der Versammlung, die Person des Versammlungsleiters, die Tagesordnung, die Art der Abstimmung und die einzelnen Abstimmungsergebnisse. Bei Satzungsänderungen ist der genaue Wortlaut anzugeben.

Jedes Mitglied kann bis spätestens eine Woche vor dem Tag der Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich beantragen, weitere, genau bezeichnete Angelegenheiten auf die Tagesordnung zu setzen. Darüber, sowie über Anträge zur Änderung oder Ergänzung der Tagesordnung, die erst in der Mitgliederversammlung gestellt wurden, entscheidet die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit.

Die Mitgliederversammlung ist nicht öffentlich. Der Versammlungsleiter kann Gäste zulassen.

§ 23 Auflösung des Vereins

Beschließt die Mitgliederversammlung die Auflösung des Vereins, so sind der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren. Dies gilt entsprechend, wenn der Verein anderweitig aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert.

§ 24 Inkrafttreten

Vorstehende Satzung wurde in der Gründungsversammlung vom 20. Dezember 1979 errichtet.

(Nach: ZAGV Bd. 86/87, S. 498-503—beschlossen am 20. Dezember 1979)