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Vortrag zur FOSSA CAROLINA erinnert an die Altmühltalexkursion des AGV.

Heute noch findet man in der Landschaft bei Graben beeindruckende Reste des für 793 überlieferten, als solchen vielleicht erstaunlichsten Großbau-Projektes Karls des Großen.

Schön früh haben die Historiker die Überlieferung zur FOSSA CAROLINA aufgegriffen.

Wie aus der nachfolgenden Karte der großen deutschen Flüsse und dem in diese Karte hinein projizierten vergrößerten Kartenausschnitt ersichtlich ist, lagen das Rhein-Main-Flußgebiet und das Donau-Flußgebiet im Altmühltal dicht beieinander.

Die Wasserscheide mit einem zu überbrückenden Höhenrücken von gerade einmal 14 m lag zwischen Graben und Weißenburg. Weniger die umfangreichen Erdarbeiten als das Auffinden dieser Stelle in einer Zeit lange vor einer systematischen Landesaufnahme mit den jeweiligen Höhenlagen sind erstaunlich.

Das Projekt soll nach der Überlieferung gescheitert sein. Aus dem Zitat „sed per incassum“ in den zeitgenössischen Quellen machte die Kölner-Römer-Illustrierte 1974/75 die flotte Schlagzeile „Alles für die Katz“. Bei unserer damaligen Besichtigung kamen wir schon zum Eindruck, daß die Erdarbeiten damals wohl doch zum erfolgreichen Abschluß gebracht sein dürften.

Ob und wie die Frage der Wasserhaltung im Kanal gelöst worden war, erschien uns als das größere Problem. Zwar hatte man oberhalb einen Bach, aus dem man einen kleinen Speichersee hätte speisen können. Um nicht zu großen Wasserverlust zum Unterlauf zu erleiden, muß man dieses aber zumindest an Flutschleusen aufhalten. In der Mühlenbautechnik jener Zeit mußte das prinzipiell bekannt sein. Kammerschleusen, in denen man durch 2 Tore den Wasserverlust beim Stromauf- oder Stromab-Fahren minimieren kann, scheinen in Europa erst einige Jahrhunderte später erfunden worden zu sein (Die Abbildung gibt eine italienische Kammerschleuse des späten 16. Jh. wieder).

Quellen zur karolingischen Schifffahrtsgeschichte und zur FOSSA CAROLINA

Vortrag Dr. Koch zur FOSSA CAROLINA

Die archäologischen Untersuchungen von Dr. Koch haben ergeben, daß man das Problem der Wasserhaltung mit einer Kette von Teichen gelöst hat. Den notwendigen Nachschub mit neuem Wasser im Kanal konnte man aus einem kleinen Speicherreservoir oberhalb der Wasserscheide entnehmen.