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Mit der Schenkung Erzbischofs Engelbert I. von Köln an die Kanoniker der Aachener Marienstiftes wird die Pfarre St. Laurentius erstmals urkundlich erwähnt.

Sechs Urkunden aus den von Erich Meuthen heraus gegebenen „Aachener Urkunden 1101 – 1250“ (Bonn 1972) befassen sich mit dem Besitz des Marienstiftes im Sprengel der mittelalterlichen Großpfarre St. Laurentius Laurensberg. Das folgende Verzeichnis ist entsprechend den Urkunden-Nummern bei Meuthen geordnet.

Urk. Nr. 47 – Ein Güterverzeichnis der Marienkirche vor Ende des 12. Jh. enthält den Besitz der Martinuskirche von Richterich ((In Rihterche est capella..) und evtl Besitzungen in Seffent (In Fontibus est terra..)

Urk. Nr. 65 – ist die eigentliche Schenkungsurkunde des Jahres 1218

download der Urkunde:

Urk. Nr. 69 – Friedrich II. – noch nicht zum Kaiser gekrönt – bestätigt am 19. April 2019 die Schenkung Engelbert I.

Urk. Nr. 77 – 1221 Bestätigung der Schenkung durch Engelberts Nachfolger Otto von Eversheim als Propst

Urk. Nr. 86 – Papst Honrius III. bestätigt die Schenkung am 9.7.1225

Urk. Nr. 92 – Kaiser Friedrich II. bestätigt alle seine Schenkungen und die seiner Vorgänger an die Aachener Marienkirche im Juni 1226 darunter Seffent (Seffunt cum advocatiis et omnia iure), Richterich und Laurensberg (ecclesias in Berge et Rihterchen, Engelbertus prepositus Aquensis ecclesie dedit )

Kraus erläuterte die komplizierten kirchenrechtlichen Vorgänge um diese Schenkung und zeigte die Lage der in das Marienstift inkorporierten Pfarrkirche auf. Die bauliche Gestalt der mittelalterlichen Laurentiuskirche fand sich wohl nicht im oberen (heraldisch gesehen) rechten Wappenfeld deren von Hochkirchen wieder. Diese saßen u.a. auf Berger Hochkirchen und waren Inhaber des Großen Zehnt.

Eher stimmt das Bild der Kirche auf der Karte von „Stat und Reich Ach“ von Cornelius Janson Fries (1569), das sich in der Dauerausstellung des Centre Charlemagne befindet.

U.a. die alte Linde spricht dafür, dass der Kirchenbau, über den 1218 als Pfarrkirche einer Großpfarre geurkundet wurde, wesentlich älter sein dürfte.

Das Referat vom 6.3. 2018 können Sie hier als PDF-Dokument herunter laden:

download der Broschüre:

Die kleine Broschüre ist aber auch zu kaufen – z.B. über „Den Buchladen“ in Laurensberg. Wenn Sie uns an unsere allgemeine Adresse eine Nachricht schicken, können wir eine kostenpflichtige Auslieferung der 20seitigen Broschüre an Sie veranlassen.