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Mit dem Rad in der Aachener Kohle Strecke machen

Download des Flyers, Rückseite mit Karte(13,7MB)

Im Norden der Aachener Städteregion grüßte man nicht mit dem Klenkes, der für die traditionelle Aachener Nadelindustrie steht, sondern mit dem Bergmansgruß „Glück auf“. Im ehemaligen Rathaus von Kohlscheid (jetzt genutzt von der Städteregion Aachen) zeugen noch zwei Bergleute von der ehemaligen Bedeutung des Steinkohlebergbaus für die Aachener Region.

Auf der Rückseite des Flyers, den Sie hier herunterladen können, der aber in ausreichender Zahl im Jahr 2011 auch in allen Verwaltungsdiensstellen ausliegt, finden Sie eine Karte, in der die empfohlenden Radstrecken von Aachen nach Alsdorf oder umgekehrt eingetragen sind. Die einfache und angenehm zu fahrende Hinstrecke (rote Markierung) ist durchaus noch senioren-und familienfreundlich. Für anspruchsvolle oder gar sportliche Radfahrer sind auf der Karte zwei Strecken für die Rückfahrt mit dem Rad angegeben. Der Weg mit der grüne Markierung führt bei Morsbach ins Wurmtal. Von da an wird er aber wegen der merklichen Steigungs- und Gefällestrecken anspruchsvoll. Man kann stattdessen dort, wo die Strecke des Hinweges gekreuzt wird, dessen ausgeschilderter Trasse nach Aachen folgen. Die Rückfahrstrecke mit oranger Markierung ist ab Herzogenrath entlang der gesamten Wurm anspruchsvoll und punktuell sogar schwierig zu fahren.

Gleichfalls finden Sie auf der Rückseite einige ausgewählte Abbildungen, die mit laufenden Nummern auf der Karte verortet sind. Bezugnehmend auf diese Abbildungen und Nummern folgen hier kurze Erklärungen:

Das Haus der Kohle (1) gehört zu den wenigen qualitätvollen Bauten der „bauwütigen“ 60er Jahre in Aachen (Architekt: Siegfried Reitz, 1964). Für diesen Bau wurde aber erhebliche Teile des bedeutendsten Bodendenkmals der Kur- und Badestadt Aachen geopfert. Auch damals gab es keinen ernsthaften Versuch, die sich über das Baugrundstück erstreckende römische Bücheltherme zu retten. Keine 10 Jahre nach Errichtung des „Flaggschiffes“ des EBV an dieser exponierten Stelle im Oberzentrum des Aachener Steinkohlenreviers begann die schrittweise Schließung der Zechen.

Schloß/Gut Kalkofen (2) wurde Mitte des 18. Jh. von Johann Joseph Couven für den Bürgermeister und Tuchhändler Johann von Wespien über den Ruinen einer mittelalterlichen Wasserburg erbaut.

Der Mann mit den gelben Füßen (3) am Bardenberg Landgraben beruht auf einer alten Erzählung. Ein Bauer hatte sich so sehr über die Höhe des an dieser Stelle erhobenen Aachener Zolls geärgert, dass er seine für den Verkauf auf dem Markt bestimmten Eier lieber zertrat als den Zoll zu zahlen.

Das Bardenberger Krankenhaus (4) verdankt seine Entstehung und sein rasches Wachstum ab dem 19. Jh. den ersten im Wurmrevier entstandenen modernen Zechen. Das erforderte die Errichtung eines Unfallkrankenhauses und eine bessere Krankenversorgung der stark steigenden Bevölkerung.

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Die aufstrebenden Grafen von Jülich jagten das Dorf Bardenberg schon im 13. Jh. den Kölner Erzbischöfen ab. Graf Wilhelm IV. ließ bald darauf den neuen Besitz an der Grenze zum Herzogtum Limburg und zur Reichsstadt Aachen mit der mächtigen Burg Wilhelmstein (5) sichern.

Im Tal des Broichbachs haben Heimatfreunde bei Ruif aus Versatzstücken des alten Bergbaubetriebs ein Fahr-Rad (6) modelliert. Der Förderturm hieß in der alten Bergmannssprache „Fahrkunst“. Das große Rad entstammt einer solchen Fahrkunst.

Von Zopp an ist das Broichtal am schönsten auf zu Schloß Ottenfeld führenden Ottenfelder Allee (7) zu befahren.

Der Annapark (8) entsteht mit und mit auf einer der größten Industriebrachen unserer Region.

Die alten Zechengebäude wirken trotz ihrer monumentalen Ausmaße wohl gestaltetet und sind dank der neugotischen Backsteinarchitektur wahre Kathedralen des Industriezeitalters.

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Im Herzen des alten Dorfes gegenüber der Kirche St. Kastor liegt die Burg Alsdorf (9), die eines der Wahrzeichen der Stadt ist.

Der Euregio-Bahnhfof Annapark (10) ist einer der Endstationen der Euregiobahn. Von hier aus gelangt man auch mit der Bahn wieder nach Aachen zurück fahren (Aufpreis für Fahrradmitnahme 2,- €).

Download des Flyers, Vorderseite (5,7MB)

* = Die Burgen Wilhelmstein und Alsdorf liegen nicht unmittelbar an der Route. In der Karte wird der Weg für einen Abstecher mit dunklem Blau markiert.

ausführliche Streckenbeschreibung Aachen – Alsdorf

kurze Streckenbeschreibung Alsdorf – Aachen, Variante 1

kurze Streckenbeschreibung Alsdorf – Aachen, Variante 2