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Aachener Geschichtsverein
 
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Online-Beiträge


Fortsetzung der Fahrt auf der Aachen-Frankfurter-Heerstraße von Düren bis Sinzig

Zur Beschreibung des Abschnittes Antwerpen-Aachen

Zur Beschreibung des Abschnittes Aachen-Düren

Am 10. Juli 2012 jährte sich die erste urkundliche Erwähnung Sinzigs (SENTIACUM) in einer Urkunde König Pippins. Das war Anlaß für uns, nun einmal den längeren Abschnitt von Düren bis Sinzig zu befahren. Dabei haben wir erste GPS-Daten gewonnen, die wir zusammen mit den Daten der Strecke Aachen – Düren nach einer Bearbeitung ebenfalls ins Netz stellen wollen.

Voran gestellt werden soll eine nach Wilhelm Jansen gestalltete Übersichtskarte des Abschnitts Aachen-Sinzig der VIA REGIA bzw. Aachen – Frankfurter Heerstraße (AFH) .

Die grüne Signatur soll dabei im frühen Mittelalter bewaldete Mittelgebirgslandschaften bzw. Höhenzüge andeuten. Man sieht deutlich, daß die wohl schon in fränkischer Zeit entstandene Heerstraße auf dem Weg in den Rhein-Main-Raum einerseits den durch die historischen Römerstraßen über Köln vorgegeben Weg abkürzen und andererseits ungünstiges Gelände vermeiden wollte. Östlich von Aachen bildeten der Reichswald, der Atscher und der Propsteyer Wald das erste zu umfahrende „Hindernis“ und der Höhenzug bis Langerwehe das zweite.

In einen heutigen Straßenatlas eingetragen ergibt sich das nachfolgende Bild.

Die Überquerungen des Haarbaches nahe Aachen(Tranchot-Kartenausschnitt),

der Inde bei Weisweiler (Tranchot-Kartenausschnitt)

und der Rur bei Mariaweiler (Tranchot-Kartenausschnitt)

tauchen nicht von ungefähr in den Grenzbeschreibungen der Waldgrafschaft bzw. der Wiltbank auf.

Von Düren aus erreicht man in Richtung Südosten schnell eine flaches weites Land, das sich bis südlich von Rheinbach hinzieht.

Ab hier weichen die reichen Ackerfluren

hier und da Erdbeerfeldern

und dann zunehmend dem Obstanbau.

Erst spät bei Eckendorf

beginnen die Seitentäler des Ahrtales,

Man kann in südliche Richtung nach Sinzig stetige Gefällestrecken nutzen, die man ohne Anstrengung bewältigen kann – jedenfalls wenn man entsprechend der heutigen Verkehrsführung einen Umweg in Kauf nimmt. Der historische Weg über Kirchdaun und Bad Bodendorf enthält allerdings in beide Richtungen sowohl Steigungs- wie Gefällestrecken. Am Horizont ragt die früher drch eine starke Burg gesicherte „Landskron“, um die man herum fährt.

Für die Landesherrschaft und die feste Verankerung der Kirche zeugen nicht nur Plastiken an Kirchen

wie z.B. in Euskirchen,

sondern auch viele Kreuze,

Bildstöcke

und Kapellen.

Südöstlich von Düren kommt Binsfeld, hier ein Herrenhaus im Dorf Binsfeld:

Außerhalb des Dorfes liegt das Schloß Binsfeld:

Ursprüngliche Dörflichkeit in Sievernich:

Kirche, Friedhof bzw. Kirchhof, Friedhofskapelle, Schulmeisterhaus und Dorfschule liegen hier dicht beieinander.

Am Kreuzungspunkt der AFH und der römischen Straße von Zülpich (TOLBIACUM) nach Löln (CCAA, COLONIA CLAUDIA ARA AGRIPPINENSIS) die mittelalterliche, im 17. Jh. erneuerte Leproserie-Kapelle. Anders als bei Aachen – Melaten sind die (Gast)-Wirtschaftsgebäude stark modernisiert. Sie stehen aber nach wie einsam in der Landschaft an einem wichtigen historischen Kreuzungspunkt. Die Kapelle wurde zwar in der frühen Neuzeit umgebaut, ist aber noch vollständig erhalten.

Klein-Altendorf, ein Weiler mit prosperierenden Groß-Bauernhöfen:

Ein Abstecher in die Eifel-Metropole Euskirchen; hier gab es eine „Posthalterei“ (Auf dem Bild Rechts das alte Rathaus).

Eckendorf, ein etwas verschlafenes dörfliches Kleinod (Eines der alten Friedhofskreuze weist eine Bestatteten als Jakobspilger aus) :

Endlich im Ahrtal angekommen!

Schon von weitem grüßt der Schriftzug „Sinzig“ eines örtlichen Mineralwasserbrunnens vor dem Hintergrund der romanischen Peterskirche:

Wahrzeichen der „Barbarossastadt“ Sinzig sind St. Peter (außer der Ansicht von Westen hier auch eine Aufnahme aus der Südkapelle mit ma Fresken und der „Leddermännche“ genannten Mumie),

das alte Rathaus

und der Zehnthof, der dem Aachener Marienstif jahrhundertelang bis zur Säkularisierung unter der französischen Herrschaft t gehörte

Als das Gewitter war schon längst abgezogen war und die Sonne wieder herrlich schien, begannen vor diesem Zehnthof die Feierlichkeiten zum 1250jährigen Jubiläum:

Der Vorsitzende des örtlichen Geschichtsvereins Dr. Schell bei seiner Begrüßung mit einleitendem Vortrag:

Als Ehrengäste fanden sich u.a. Bürgermeister Wolfgang Kroeger, Ortsvorsteherin Silvia Mühl, der allgemeine Vertreter des Landrates und der örtliche Landtagsabgeordnete ein:

Der Autor der Festschrift*, Herr K.F. Amendt, erläutert die neuen Informationstafeln.

Die kleine Aachener Delegation wurde – hier vom Bürgermeister – herzlich empfangen (links im Bild der Autor der Festschrift im Gespräch mit einer Journalistin):

Der mit Rad angereiste Aachener Gast zeigt dem Verfasser und Gestalter der neuen Informationstafeln, Herrn Andreas Schmickler, welchen Weg er an diesem Tag geradelt ist.

Nach allen Ansprachen wurde herrlicher Ahrwein gereicht (im Bild nachwachsender Wein vor Sinzig).

Unterwegs bei der Mittagspause an dem in Rheinbach ausgestellten Stück der Römerwasserleitung aus der Eifel nach Köln diente allerdings noch Eifelwasser zur Erischung.

* Titel der Festschrift:

Karl-Friedrich Amendt, Mordgesellen, Pilger, Kaufleute und Spitzbuben auf zwei historischen Straßen im Kreis Ahrweiler, Geschichte und Geschichten zur römiuschen Rheintalstraße und zur Aachen-Frankfurter-GHeerstraße (AFH), Sinzig 2012

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