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Entwicklung der Hochschule in Lage- und Stadtplänen

Prof. Peter Mennicken stellt in seinem Beitrag „Anfänge und Entwicklung der Technischen Hochschule“ (in: Stadt Aachen als Hrsg., Aachen – Die Rheinisch Westfälische Technische Hochschule, Stuttgart 1961, S. 11-20) die Campus-Flächen der Fläche der Altstadt Aachen – begrenzt durch den Alleenring – in Beziehung.

1870

1900

1950

1960

Die Skizzen sind einem Beitrag des städtischen Baudezernenten Prof. Dr. Ing W. Fischer aus einem von der Stadt 1961 herausgegebenen Buch über Stadt und Hochschule entnommen und etwas nachbearbeitet worden.

Fischer, Die Hochschule – Bestandteil der Stadt Aachen..4,0MB

Es steht zu vermuten, daß das Areal am Templergraben bis über die Mitte des 19. Jh. hinaus allein deshalb nicht übersiedelt worden ist, weil es in der Zeit des französischen Cour Criminel Spécial – dem höchsten Strafgericht im Département de la Roer – der Standort der Guillotine war, wo lle der Todestrafe überantworteten Delinquenten zwischen Kleve und Sinzig und Köln und Aachen hingerichtet wurden. Wie die erhaltenen Sondernummern des „Aachener Zuschauers“ belegen, zog das Schauspiel stets viel Publikum an. Wohnen wollte dort aber auch nach Abschaffung der Guillotine niemand. Die Stadt Aachen hat deshalb das dem Königreich Preußen zur Errichtung des Königlichen Polytechnikums gemachte Geschenk kaum belastet. Im Gegenteil ! Hat sich doch diese Investition inzwischen tausendfach ausgezahlt. Heute ist die RWTH nach Fläche, Beschäftigten, Studierendenzahlen und Investitionen bei weitem der größte Entwicklungsfaktor der Stadt Aachen.

Die Fläche zwischen Templergraben und dem Bahnhof Templerbend, wo für ein halbes Jahrhundert die Züge Richtung Maastricht und Richtung Düsseldorf abgefertigt wurden, reicht in den Anfängen für eine Konsolidierung der Kernfächer aus.

Nach 40 Jahren sah das schon anders aus und wurde die alte Eisenbahntrasse ebenso als Einschnürung empfunden, wie ihre Tieflage und höhengleichen Bahnübergänge den Verkehrsfluß in die bzw. aus der Stadt störten. Die Höherlegung der Gleise und Verlegung des Bahnhofs nach Süsterfeld (Westbahnhof) schaffte Platz und Entwicklungsmöglichkeiten bis in die 40er Jahre.

(Die gewonnenen Flächen)

1916

1941

Nachdem sich die Bebauung in diesem Bereich erheblich verdichtet hatte, eröffnete man um 1960 der Hochschule die Ausdehnung über Hörn und Königshügel, wo auch das neue Hochschulsportzentrum, ein Studentendorf und die Pädagogische Hochschule entstand.

Die Situation im alten Kernbereich um 1960

Hörn und Königshügel

Letztere ist bei Erweiterung des Fächerkanons der RWTH auf nahezu alle klassischen universitären Fakultäten – ausgenommen die Rechtswissenschaften – in die RWTH aufgegangen, wobei die Gebäude inzwischen von der Fakultät für Informatik genutzt werden.

Der Sputnik-Schock erweiterte in den 60er Jahren den Zugang zu den Höheren Schulen mit dem Erwerb der Hochschulreife. Für die zu erwartenden wachsenden Studentenzahlen plante man über die damaligen Stadtgrenzen hinaus eine erneute Erweiterung des Campus. Das Land kaufte ca. 250 ha. landwirtschaftlicher Flächen zwischen der damaligen Vaalser Landstraße, Seffent und dem neuen Bahndamm. Die Höfe Melaten und Großer Neuenhof wurden für universitäre Zwecke umgenutzt und Gut Kullen für den bau eines großen Schwesternheimes abgerissen. Der südliche Bereich des riesigen Areals wurde nach der Eingemeindung nach Aachen entsprechend dem gewachsenen Bedarf als Wohnsiedlungsfläche ausgewiesen (Gut Kullen).

In den 60er Jahren erwarb das Land auch die Städtischen Klinischen Anstalten an der Goethestraße, wo die Medizinische Fakultät bis zu ihrem Umzug um 1985 in das neue Großklinikum aufgebaut werden konnte.

Neben dem Klinikum enstanden im Erweiterungsgebiet Melaten-Seffent neue Gebäude für die Medizin, Biologie, Chemie, Physik, Elektrotechnik, Maschinenbau und wissenschaftliche Forschungsgesellschaften wie z.B. die Frauenhofer-Gesellschaft oder das Helmholtz-Institut.

Hierüber ein Überblick über die seit 2010 im Bau oder der Entwicklung befindliche Projekte:

1. NPG (Next Gneration Processes and Products)

2. Carpus – Werkstätten mit Forckenbeckbistro

3. ZBMT (Zentrum für Bio-Medizintechnik)

4. Pro-Log

5. CWD (Center for Windpower Drives)

6. ILT/IPT (Erweiterungsbau der Frauenhofergesellschaft)

7. HDTC (Heavy Drivetrain Center)

8. E.on Energy-Research-Center

(Lage des Campus I und II)

Nach 2012 läuft als Campus I die Erweiterung des Campus Seffent-Melaten und als Campus II die Erweiterung im Bereich des Westbahnhofes.

Weitere Informationen auf anderen Seiten:

Die Hochschule und der Fahrradsommer 2013

Die TH Aachen auf Ansichtskarten und Zeichnungen

Seite des Hochschularchivs zur Geschichte der RWTH

Als weiterführende Lektüre sei empfohlen:

Klinkenberg, Hans Martin Innere und äußere Bedingheitem der Hochschulgeschichte, in: Klinkenberg, Hans Martin (Hrsg.), Düwell, Kurt (Redaktion), Rheinisch – Westfälische Technische Hochschule Aachen 1870/1970, Stuttgart 1970

Düwell, Kurt , Gründung und Entwicklung der Rheinisch – Westfälische Technische Hochschule Aachen bis zu ihrem Neuaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg mit Dokumentenanhang, in: Klinkenberg, Hans Martin (Hrsg.), Düwell, Kurt (Redaktion), Rheinisch – Westfälische Technische Hochschule Aachen 1870/1970, Stuttgart 1970

Roericht, Reinhard, Die neuere Entwicklung der RWTH bis zum Jahre 1970, in: Klinkenberg, Hans Martin (Hrsg.), Düwell, Kurt (Redaktion), Rheinisch – Westfälische Technische Hochschule Aachen 1870/1970, Stuttgart 1970

Schoenmackers, Die erste Medizinische Fakultät an einer Technischen Hochschule, in: Klinkenberg, Hans Martin (Hrsg.), Düwell, Kurt (Redaktion), Rheinisch – Westfälische Technische Hochschule Aachen 1870/1970, Stuttgart 1970

Düwell, Kurt, Kurze Geschichte der RWTH, in: Programmheft 1870 – 1970 RWTH Aachen

Falter, Helmut (Hrsg.), Entscheidung für Aachen – Jubiläumsreden gehalten an der Rheinisch – Westfälische Technische Hochschule Aachen, Aachen 1971

Düwell, Kurt, Die soziale Herkunft der deutschen Studenten seit 1870 am Beispiel Aachen, Alma Mater Auensis Bd. X (1972), S. 70 – 78

Bössenroth, Rainer, Die schönen Bauten der RWTH, Alma Mater Auensis Bd. XIII (1975), S. 62 – 66

Wassenberg, Gerd, Brölsch, Reinhard (Red.), Forschung und Lehre in Aachen, RWTH, Partner der heimischen Wirtschaft – Eine Ausstellung der Stadtsparkasse Aachen, Aachen 1983

Meinhof, Wolf, Neubau – Medizinische Fakultät der RWTH Aachen, Aachen o.J. (um 1985)

Murken, Axel Hinrich, Vom Armenspital zum Großklinikum, Köln 1988

Mennicken, Peter, Anfänge und Entwicklung der Technischen Hochschule, in: Corr, Elfriede, Richter, Wolfgang, TH Aachen – Eine Stadt und ihre Hochschule, Aachen o.J. (etwa 1995)

Stenbock-Fermor, Friedrich Graf, Bemerkungen zur allgemeinen Entwicklung der Technischen Hochschule Aachen seit 1945, in: Corr, Elfriede, Richter, Wolfgang, TH Aachen – Eine Stadt und ihre Hochschule, Aachen o.J. (etwa 1995)

Fischer, Wilhelm, Die Hochschule – Bestandteil der Stadt Aachen, in: Corr, Elfriede, Richter, Wolfgang, TH Aachen – Eine Stadt und ihre Hochschule, Aachen o.J. (etwa 1995)

Fütterer, Ludwig, Wiederaufbau und Ausbau der Hochschule nach 1945, in: Corr, Elfriede, Richter, Wolfgang, TH Aachen – Eine Stadt und ihre Hochschule, Aachen o.J. (etwa 1995)

Schild, Ingeborg, Dauber, Reinhard, Bauten der Rheinisch – Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, Köln 1994

Hamacher, Angelika (et al.), Jubiläumsausstellung 1870 – 1995, 125 Jahre RWTH, Sonderheft der Zeitschrift „RWTH.Themen“

Habetha, Klaus (Hrsg.9, Wissenschaft zwischen technischer und gesellschaftlicher Herausforderung: die Rheinisch – Westfälische Technische Hochschule Aachen 1970 bis 1995, Aachen 1995

Walter, Roland, Rauhut, Burkhard (Hrsg.), Horizonte – Die RWTH Aachen auf dem Weg ins 21. Jahrhundert, Berlin, Heidelberg, New York 2000

Fuß, H., Kaußen, H.H., Rheinisch – Westfälische Technische Hochschule Aachen – Zahlenspiegel 2000, Aachen 2001