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Aachener Geschichtsverein
 
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Die Könige an der Nordfassade des Aachener Rathauses

Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Rathaus nach Bränden oder auch nur, weil es den Zeitgenossen so nicht mehr gefiel, wiederholt umgestaltet. Im 18. Jh. verschwand der wertvolle plastische Bildschmuck der Nordfassade, von dem man sich heute trotz detaillierter Beschreibungen und einiger alter Stiche nur eine ungefähre Vorstellung machen kann. Außerdem wurde die alte Laube mit ihren elf Treppenstufen, von der Urteile und amtliche Verlautbarungen verkündet wurden, beseitigt und durch eine mittig gelegene, doppelläufige Treppe ersetzt. Im Inneren unterteilte man, nachdem die Krönungen nicht mehr in Aachen stattfanden, vor allem den großen Reichsfestsaal in kleinere Räume für Verwaltungszwecke. Der neue große Sitzungssaal im Obergeschoß beschränkte sich auf drei von insgesamt 10 Gewölbejochen.
Im 19. Jh. schuf man neue Verwaltungsgebäude und konnte daher die späteren Umbauten wieder aus dem Historischen Rathaus entfernen. Das Gewölbe des Obergeschosses wurden in Anlehnung an gotische Formen ausgemalt. Die Fensteröffungen in der Südwand wurden verschlossen. An der Südseite brachte man wie auch an den beiden Schmalseiten Fresken nach Entwürfen von Alfred Rethel an.
Die Schaufassade des Rathauses nach Norden erhielt einen reichen plastischen Bildschmuck mit allegorischen Figuren, Wappenfriesen und Königsstatuen. Allein schon der Umstand, daß mit Karl dem Großen 51 Könige an der Fassade vereint wurden, zeigt, daß man nicht einfach die historische Fassade des 14. Jh. kopiert hatte.

Lebensdaten und Namen der Könige

Dafür fehlte es zum einen an präzisen Vorbildern und zum anderen wollte man ja noch die später gekrönten Häupter berücksichtigen. Die beauftragten Künstler orientierten sich bei ihren Entwürfen an historischen Abbildungen bzw. vorgefundenen bildlichen Darstellungen, die am besten den Vorstellungen der damaligen Öffentlichkeit von den geschichtlichen Königen entsprach. Die Phantasie der Aachener orientierte sich dabei an den gleichen Vorbildern wie die Maler der älteren Königsgalerie im Frankfurter Römer. Evtl. haben sogar einige Bilder aus dem Römer die Aachener Entwürfe inspiriert. Immerhin stammen die Bilder von Karl V. und Maximilian II. vom Aachener Künstler Alfred Rethel. Die Darstellungen im Frankfurter Römer

Das zweite deutsche Kaiserreich brachte es „nur“ auf 3 Kaiser, die zugleich Könige Preußens waren, dem Aachen seit 1815 zugehörte. Da Kronprinz Friedrich Wilhelm, nach dem einer der schönsten Plätze Aachens benannt ist, schon todkrank war, als er 1888 den Thron bestieg, spricht man bei diesem Jahr von Dreikaiserjahr.

Die preußisch-deutschen Kaiser

Das Stadtarchiv hat eine tabellarische Übersicht zu den Krönungen in Aachen zusammengestellt:

zum Artikel des Stadtarchivs