Deprecated: Function set_magic_quotes_runtime() is deprecated in /www/htdocs/w006426a/textpattern/lib/txplib_db.php on line 14

Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /www/htdocs/w006426a/textpattern/lib/txplib_db.php:14) in /www/htdocs/w006426a/textpattern/lib/txplib_misc.php on line 1242
Aachener Geschichtsverein
 
Logo des AGV

Online-Beiträge


Kirchenbücher, Einbürgerungen, Flurbücher, Steuerlisten - wichtige Quellen nicht nur für Familienforscher

Die Kirchenbücher sind auch in unserer Region nur lückenhaft erhalten. Sie beginnen erst im 16. Jh. und werden in der französischen Zeit Aachens, d.h. i.d.R. seit 1798, von den staatlichen Personenstandsbüchern abgelöst. Diese kann man alle im Personenstandsarchiv Brühl einsehen.

Übersicht über die erhaltenen altaachener Kirchenbücher:
Auszug betreffend die Aachener Kirchenbücher

Wir machen hier auch die gesamte Publikation von 1934 zugänglich, aus der diese Daten entnommen worden sind. Dies allerdings nicht ohne den distanzierenden Hinweis darauf, daß die Erstellung dieser Übersicht damals der nationalsozialistischen Rassepolitik als Hilfsmittel dienen sollte, „arische“ von „nichtarischen“ Menschen im nationalsozialistischen Sinne zu unterscheiden. Leider machte sich der damalige Vorsitzende unseres Vereins im Rahmen seiner leitenden Tätigkeit in der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde dieser Politik dienstbar. Meinte man damals, besonders findig zu sein, um die Familien von im Verlaufe des 19. Jh. getauften Juden mit Hilfe alter Kirchenbücher als „nichtarisch“ entlarven zu können. So hat man damit auch den Nachweis geliefert, daß der Unterscheidung angeblich „arischer“ von „nichtarischen“ Menschen wissenschaftlich – anthropolgisch jegliche Grundlage fehlt.
Löcherbach, Die Kirchenbücher der Rheinprovinz,3MB

1891 bereits hatte Schollen die Kirchenbücher des ehemaligen Regierungsbezirks Aachen in einem Artikel für die ZAGV zusammen gestellt:
Schollen, Die alten Kirchenbücher des Regierungsbezirks Aachen,1MB

Zu bedenken ist dabei, daß die Pfarrgrenzen damals nicht immer kongruent mit den heutigen Staatsgrenzen waren. Die Bewohner des westlichen Teils des Vaalser Quartiers (Teil des sog. Aachener Reiches) waren z.B. der Pfarre Vaals zugehörig, weshalb die Kirchenbucheinträge für diesen Aachener Ortsteil dort vorgenommen wurden (Hinweis unseres Beiratsmitgliedes Peter Bertram). Gegen Ende des 18. Jh. kam es aber entgegen der eigentlich bestehenden kirchlichen Ordnung z.B. aber auch dazu, daß der an der Orsbacher Kapelle eingesetzte Rektor Drouven die eigentlich nur dem Pfarrer von St. Laurentius zustehenden Sakramente spendete und in diesem Zusammenhang Hochzeiten in ein in Orsbach noch erhaltenes LIBER MATRIMONIUM eintrug.

Bei protestantischen Familien können durchaus einzelne Taufen oder Hochzeiten in auswärtigen Kirchenbüchern registriert worden sein (Bax, Het Protestantisme in het Bisdom Luik .. 1557-1612, S. 421, z.B. weist auf 24 Einträge von Aachener Täuferfamilien in den Jahren 1597 – 1612 in den Kirchenbüchern der Nikolauskirche in Maastricht hin.)

Bitte beachten Sie: Diese Publikationen sind vor allem insoweit überholt, als nicht alle Kirchenbücher mehr dort verwahrt werden, wo dies um 1890 oder 1934 der Fall war. Insoweit bitten wir sie also, sich die auf der Seite des Stadtarchivs angegebenen Bestände anzusehen.

Angaben zu diesen Quellen in der Beständeübersicht des Aachener Stadtarchivs
zur Beständeübersicht des Stadtarchivs

Als relativ aktuelle Publikation ist zu verweisen auf:
Volker Thorey, Claus Geis: Nachweise genealogischer Quellen im Gebiet der ehemaligen Preußischen Rheinprovinz,
2. Auflage, 2 Bde. Köln 2003. 1026 und 747 S.

Die Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde bietet kostenpflichtig auf Ihrer Seite „Veröffentlichungen“ neben der digitalen
Fassung des „Hermann Friedrich Macco, Aachen – Protestantische Emigranten“ von 1906 noch einen Bericht über den relativ jungen Fund verloren gegangener evangelischer Kirchbücher des 17. Jh. von 1962 an „Adriane Lüttger, Bruchstücke verlorener Kirchenbücher 1616-1625“.
weiter hier

Folgende Links werden empfohlen:
Zur Seite des Personenstandsarchiv Brühl

Kirchenbuchportal der evangelischen Kirche

Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde

Genealogie und Geschichte im Großraum Aachen und Limburg

Z.T. weit vor die Zeit der Kirchenbücher reichen folgende Quellen:  – Rentregister der Pfarrgemeinden und Kapellen  – Bruderschaftsbücher  – Listen von geistlichen und weltlichen Würdenträgern  – Lehensregister  – Beamteneide  – Suppliken  – Einbürgerungen  – Grafschafts- und Flurbücher für die Grundbesitzer innerhalb und außerhalb der Stadt  – Bußenregister  – Listen der 1598 und 1614 mit dem Bann belegten, zu Strafen oder zum Schadensersatz verurteilten Protestanten  – Steuer- und Zolllisten  – Stadtrechnungen

Nachfolgend geben wir eine kleine Auswahl von gedruckten Verzeichnissen aus unserer reichen Geschichte:
Mummenhoff, Aachener Bürgerrechtsverleihungen 1656 – 1794, 1797,5MB
Register für Mummenhoff, Aachener Bürgerrechtsverleihungen 1656 – 1794, 1797,0.7MB

Für die Zeit von 1656 bis 1797 sind 1313 Bürgerrechtsverleihungen der ehemaligen Reichsstadt an Neubürger zu verzeichnen. Das Verzeichnis ist chronologisch geordnet und enthält, soweit das für den Archivar feststelbar war, über den Eintrag des Erwerbs des Bürgerrechts hinaus weitere Angaben zur Person des Neubürgers und seiner Familie. Um Ihnen die Suche nach „Ihrer“ Familie zu erleichtern, wurde das alphabetisch geordnete Register der Namen und das Verzeichnis selbst getrennt digitalisiert. Hierin sollten Sie also zuerst hinein schauen.

Quadflieg, Die älteste Aachener Namensliste,1.3MB
Quadflieg erstellt die in der Regel auf Vornamen bezogenen, d.h. folglich auch auf Vornamen beschränkten Listen auf der Grundlage von alten Bruderschaftsbüchern.

Fromm, Das älteste Burtscheider Totenbuch,4.5MB
Lange vor der Anlegung der Kirchenbücher für Taufe, Firmung, Hochzeit und die Beerdigung der Pfarrgemeindemitglieder legten die Kirchen Verzeichnis derjenigen an, für dessen Jahrgedächtnisse sie fromme Stiftungen erhalten hatten. Erich Fromm behandelt das älteste Nekrologium der Burtscheider Pfarrkirche.

Beachtlich war auch die Zahl der Studenten aus dem Aachener Raum an den Universitäten Erfurt, Genf, Heidelberg, Herborn, Leiden und Löwen.
Aachener Studenten in den Matrikeln des 17. Jh,0.7MB

Unerschöpflich sind die – auch die familienkundlichen – Publikationen der Luise Freifrau von Coels von der Brügghen, des Friedrich Macco, des Ernst von Oidtmann u. a.. Dabei finden sich bei den behandelten Familien über die genealogischen Verbindungen der einzelnen Familienmitglieder eine Unzahl weiterer Familien.

Coels von der Brügghen, Luise Freiin von, Die Schöffen des Königlichen Stuhls von Aachen von der frühesten Zeit bis zur endgültigen Aufhebung der reichsstädtischen Verfassung, ZAGV Bd. 50, S. 1
Fürth v., Freiherr Herrmann Ariovist , Beiträge und Material zur Geschichte der Aachener Patrizier-Familien , 3 Bd. Aachen 1882 und 1890
Macco, Hermann Friedrich, Aachener Wappen und Genealogien, 2 Bd., Aachen 1907 und 1908
Macco, Hermann Friedrich, Beiträge zur Geschichte und Genealogie rheinischer Adelsfamilien, I. Bd., Aachen 1884
Macco, Hermann Friedrich, Beiträge zur Geschichte und Genealogie rheinischer Adelsfamilien, II. Bd., Aachen 1887
Macco, Hermann Friedrich, Beiträge zur Geschichte und Genealogie rheinischer Adelsfamilien, III. Bd. (Die Familien Peltzer), Aachen 1901
Macco, Hermann Friedrich, Beiträge zur Geschichte und Genealogie rheinischer Adelsfamilien, IV. Bd. (Familie Pastor), Aachen 1905
OIDTMAN, Ernst von, Die Burg Frankenberg und ihre Besitzer, ZAGV 45, 1923, S. 198-212
OIDTMAN, Ernst von, Einige Bemerkungen zu dem „Aachener Wappenbuch“ von MACCO, Hermann Friedrich, ZAGV 36, 1914, S. 186-188
OIDTMAN, Ernst von, Die Herren von Milendonk aus dem Geschlecht der von Mirlaer, ZAGV 11, 1889, S. 8-50
OIDTMAN, Ernst von, Zur ältesten Geschichte der Güter Bongart, Bovenberg und Holzheim bei Weisweiler, ZAGV 6, 1884, S. 248-252
OIDTMAN, Ernst von, Die Burg zu Stolberg und ihre Besitzer, insbesondere die Edelherren von Stolberg-Frenz-Setterich, ZAGV 15, 1893, S. 1-18
OIDTMAN, Ernst von, Urkundenregesten zur Aachener Familien- und Ortsgeschichte, ZAGV 36, 1914, S. 179-185
OIDTMAN, Ernst von, Zur Geschichte der Herrschaft Schönau und ihrer Besitzer bis auf Dietrich von Milendonck, ZAGV 8, 1886, S. 209-217
OIDTMAN, Ernst von, Nieder-Bohlheim und seine Besitzer. Zugleich ein Beitrag zur älteren Genealogie der Freiherren Spies von Büllesheim, ZAGV 27, 1905, S. 220-234
OIDTMAN, Ernst von, Nachkommen des Herzoglichen Hauses Gülich, ZAGV 41, 1919, S. 254-281
OIDTMAN, Ernst von, Das Geschlecht Beeck, aus welchem der erste Geschichtsschreiber Aachens hervorgegangen, ZAGV 1, 1879, S. 227-234
OIDTMAN, Ernst von, Arnoldus Parvus. Der Stammvater des Geschlechtes von Palant, ZAGV 16, 1894, S. 38-85
OIDTMAN, Ernst von, Linnicher Urkunden, ZAGV 3, 1881, S. 148-166
IDTMAN, Ernst von, Die Herren von Schwarz-Bongard, ZAGV 2, 1880, S. 179-190
OIDTMAN, Ernst von, Memorienbuch des Klosters Wenau, ZAGV 4, 1882, S. 251-317
OIDTMAN, Ernst von, Zur Genealogie und Heraldik früherer Besitzer der Rimburg, ZAGV 35, 1913, S. 363-367
OIDTMAN, Ernst von, Die Herren von Vlodorp, Erbvögte zu Roermond, ZAGV 8, 1886, S. 125-147
OIDTMAN, Ernst von, Das Geschlecht Gymnich, ZAGV 30, 1908, S. 155-234

Fast alle Urkunden- und Regestenwerke haben Indices, z.T. spezielle Indices für Personennamen. Das gleiche gilt für die ausführlichen Register zu unseren Publikationen, der „Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins“ und der „Aus Aachens Vorzeit“. Eine Fülle von Familien- und Personennamen erschließen auch die hausgeschichtlichen Arbeiten in der Reihe der Beiträge zur Baugeschichte und Heimatkunst. Bd. 3 über das „Altaachener Wohnhaus“ von Arnold sowie Bd. 7 (Ostfriedhof) von Schild und Janssen haben ein ganz penibles und dementsprechend auch ergiebiges Register.

Seit dem 19. Jh. sind die Adressbücher eine unerschöpfliche Quelle für die Familiengeschichte.