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Das nationalsozialistische Aachen im Spiegel des Adreßbuches

Der einleitende Teil des Adreßbuchs wurde inhaltlich von der Stadt Aachen gestaltet und dem Verlag geliefert. Der auch als Buchautor wohlbekannte Leiter des Kur- und Werbeamtes Will Hermanns kommt hier wohl als Autor in Betracht.Mit wieder gegeben sind die Firmenanzeigen. Diese sind noch nicht daraufhin untersucht worden, ob und wie sich die „Arisierung dse Wirtschaftslebens“ zu diesem Zeitpunkt schon ausgewirkt oder durchgesetzt hatte, d.h. ob es überhaupt noch Anzeigen jüdischer Geschäftsleute geben konnte und durfte.
Adreßbuch 1938, Einleitung, 36MB
Wie selbstverständlich ist dem Behörden- und Verbändeteil des Adreßbuchs eine Übersicht über die Partei (NSDAP) und ihre Gliederungen vorangestellt.
Adreßbuch 1938, Partei, Behörden,Verbände, 7MB
Im Adreßbuch sind auch ein Teil der umliegenden Gemeinden vertreten. Es fehlen im Süden Walheim und Kornelimünster. Nur bei Brand sind als Leiter des örtlichen Geschehens die Orts-Parteifunktionäre angegeben, während die anderen ihren Bürgermeister und die Beigeordnenten benennen. Sicherlich war das kein Akt des Widerstandes, da die Straßen, an denen die Rathäuser lagen, vielfach schon nach dem „Führer“ einbenannt waren.
Adreßbuch 1938, umliegende Gemeinde
Das Straßenverzeichnis von 1938 enhält einige nach erfolgreichen und verdienten Militärführern und einige nach „Märtyrern der Bewegung“ benannte Straßen:
Adreßbuch 1938, Straßenverzeichnis
Merkwürdigerweise scheint Aachen die einzige Großstadt des Reiches gewesen zu sein, die keine Straße oder Platz nach dem „Reichskanzler und Führer“ benannte. Er hatte Aachen auch niemals innerhalb der Stadt besucht, sondern weilte zwei Mal kurz im Stadtgebiet und zwar vor der „Machtergreifung“ bei einer Wahlkundgebung in der Radrennbahn an Krummerück und einmal bei Besichtigung des Westwalles. Ob „man“ oder er selbst diese „Ehrung“ gar nicht wollte ?