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Ausgehend von alten Bildern lassen sich mit ein wenig Recherche spannende Kapitel der Aachener Industriegeschichte rekonstruieren.

Der zweite Abzug stammt möglicherweise vom selben Negativ.

Anders als die meisten Lichtbilder aus den Firmenarchiven alter Fotolabore trug das zweite der Fotos auf der Rückseite eine Beschriftung:

„Theod. Cossmann jr, gestorben am 22.2. 1908. Foto zeigt Th.C. als Reserve – Unteroffizier bei einer Reserve – Übung bei den 11. Husaren Düsseldorf 1890.“

Das Aachener Adreßbuch 1899 weist ihn als Mit – Prokuristen der Aachener Möbelfabrik Theodor Cossmann und als Innenarchitekten aus.

Die Fabrik in der Adalbertstraße nutzte die Energie einer eigenen Dampfmaschine. In früheren Jahrhunderten lag hier das Kloster der Pönitentierinnen an dem südlich die Ponell und östlich der Johannisbach entlang flossen. Bei der großen Belagerung Aachens durch den gewählten König Wilhelm I, Graf von Holland, den die Aachener nicht zur Krönung einlassen wollten, wurde etwa hier ein Damm zur Aufstauung der Bäche gebaut. Diese Taktik führte im November 1248 schließlich zum Erfolg.

Der Werbetext der Fa. Cossmann in der für alle Aachener Aussteller erstellten Broschüre erläuterte, daß alle ausgestellten Möbel und Einrichtungsgegenstände aus dem Zeichenbüro der Firma stammten, in dem der fesche Husar als Innenarchitek verantwortlich tätig war.

Das Suermond-Museum präsentierte früher in seiner Kunsthandwerklichen Abteilung ein sog. Cossmannsches Zimmer.

Besonders erfreulich an dieser Firmenwerbung ist die isometrische Darstellung des sich von der Adalbertstraße bis zur Peterstraße hin erstreckenden Firmengeländes, das wertvolle städtebauliche Informationen enthält. Die Vermutung liegt nahe, daß der Innenarchitekt mit eigener Hand oder als Leiter des Zeichenbüros an der Erstehung der Ansicht beteiligt war.

Wie sich aus einer allerdings wesentlich bescheidener gewordenen Anzeige im Adreßbuch 1939 feststellen läßt, war die Fa. Coßmann 1839 gegründet worden. Sie muß aber unter der Krisenzeit nach dem I. Weltkrieg gelitten haben, da sie das riesige Betriebsgrundstück in der bevorzugten Lage in der Zeit bis 1939 aufgegeben hat und zur Theaterstraße 9 umsiedelte.

Nach dem Krieg war Geschäftsadresse die Alexanderstraße 69-71. Als Geschäftsinhaber wurden benannt: Hochgreff & Roßkampf.