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Aachener Geschichtsverein
 
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Ansichten des Aachener Rathauses in den letzten 130 Jahren.

Um 1900 rückte eine Werbegrafik der Fa. Wildt, deren Sitz sich im Haus Löwenstein befand, die Nord- und die Südseite des Marktes etwas enger aneinander:

Nach dem von einem Gewerbebetrieb in der Antoniusstraße ausgehenden Rathausbrand von 1883 erhielt das Rathaus erst einmal ein Notdach.

Auf dieser Ansicht von Süden sind noch die 1883 vom Brand vernichteten barocken Rathaustürme sichtbar.

Ansichtskarten und Fotografien, die so alt sind wie die vorstehenden, sind äußerst selten. Sollte jemand über so frühes Bildmaterial verfügen, wären wir für Scans oder die Möglichkeit, ein Repro zu nehmen, dankbar.

Die von Frentzen entworfenen Rathaustürme waren nicht weniger unproportioniert und – wie die barocken Türme – viel zu wuchtig.

Die protzende Turmlandschaft setzte sich in dem Rathausneubau von Pützer (Aufnahme um 1900) fort.

Die Mehrzahl der vielen Ansichtskarten des Rathauses war schwarz-weiß.

Im II. Weltkrieg wurde das Rathaus schwer beschädigt. Das erste Bild zeigt die Situation an der Südseite nach Kriegsende.

Nach dem schweren Bombenangriff vom 14.7.1943 brannten die Rathaustürme aus und die eisernen Träger der Dachkonstruktion hingen – in der Hitze des Feuersturms völlig verzogen – gefährlich über Markt und Krämerstraße.

Die Dachkonstruktion mußte ganz entfernt werden.

Am Fuße des Granusturmes waren auch die ehemalige Ratskapelle (in der die Repliken der Reichsinsignien aufbewahrt werden) und die Traditionsgaststätte „Postwagen“ beschädigt.

Sprengbomben hatten die Gewölbe durchschlagen (hier Ansicht der Beschädigungen im Weißen Saal).

Bevor man nach den Vorschlägen Prof. Pirlets an die Sicherung der um mehr als 1 m aus dem Lot geratenen Rathausmauern gehen konnte, mußten die zerstörten Dachkonstruktionen entfernt werden. 4 Arbeiter stehen hier oben auf der frei gelegten Südmauer des Rathauses.

Auf dieser viel späteren Ansicht haben die Türme noch Notdächer.

Nach einem spannenden Wettbewerb mit kühnen modernen Entwürfen entschied man sich für den konmservativen Vorschlag des Stadtkonservators Dr. Leo Hugot, der sich stark an der mittelalterlichen Gestaltung der Türme orientierte.

In diese Zeichung der Nordfassade des Aachener Rathauses von Thomas Haendly sind an den Stellen der 51 Königsplastiken die jeweiligen Königsnamen eingetragen.

Die Vorschläge Graubners (TU Hannover) zur modernen Umgestaltung des Rathauses wurden zwar nicht goutiert; sein Vorschlag, die beschädigten historistischen Gebäude von Domsingschule und neuem Rathaus durch moderne, zurückhaltenmd gestaltete Neubauten zu ersetzen, setzte sich durch (Entwurfszeichnung Graubner).