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Aachener Geschichtsverein
 
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Online-Beiträge


AKV feiert 150 Jahre Jubiläum

Der AKV selbst hat kürzlich in einem Vortrag von Frau Sabine Mathieu die alten Traditionslinien des Karneval in Aachen und seinem Umland darstellen lassen.
Artikel des AKV zu seiner Geschichte

Wir haben die Thematik früher schon ohne den Bezug zu einem runden Jubiläum in unserem Online-Beitrag zur Zahl „11“ angesprochen.

Die Zahl 11

Kölner Karnevalsforscher stellen sogar Bezüge der mittelalterlichen Karnevalsbräuche zu antiken kultischen Feiern her, die wir aber hier nicht darstellen können.

Die Franzosen haben während ihrer rund 20jährigen Herrschaft an Maas und Rhein viele dieser Traditionen unterdrückt, die die Preußen auch nur widerstrebend und zunächst nur als Sitzungskarneval zulassen wollten, wie wir aus einem Bericht des 19. Jh. über die Anfänge des Kölner Straßenkarnevals wissen. Aus dem Bericht im „Rheinischen Quodlibet“ des Jahres 1839 zeigen wir hier die entsprechende Abbildung:

Für die mit dem Karneval traditionell auch verbundenen alkoholischen Exzesse gibt es über den Rosenmontag 1760 einen Bericht des Bürgermeistereidieners Janssen über eine Schlägerei mit ernsten Folgen:

„1760 ) Im letsten Fasnacht des Montags, wie man sagt Rohse-Montag kommt streit auf Sandkaulorth im Wertshaus unter Bürger und Francosen. So ist ein Fassbender mit sein Dessel Namens Ciromfall der hauwet der Francos mit selbigem im Kopf, dass er zu Erden fallt, ein anderer noch dabei durch ein Stockschlag. Dieser Ciromfall wird in Arrest gesetzt, die anderen Mitgehelfer laufen alle davon, der Francos aber wird im Hospital gebracht und sehr neglegeert tractiert von dasige Barbiers und Doktores , also dass er in Zeit 3 Wochen danach gestorben. Der Commandant wollt parfors den Arrestant gehenkt oder zum Todt gebracht haben, allein Magistrat widersetzt sich dessen und lassen den todten Soldaten visitieren durch Doktor Geiljans, Barbier Chavor und Funk, mit Beisein des Hospitaels-Doktoren und Barbieren, befinden aber dass der Mensch zwar von den Schlagwund gestorben, aber im hochste Grad versaumet worden wär, das wollten jene nicht wissen und haben darüber sehr formalisirt gegen Magistrats Unternehmen, allein unsere Doktor und Barbier halten sich darauf, er wär versäumt und deswegen gestorben und der Arrestant hatte keine Schuld mehr davon, aber das wollen die Francosen nicht annehmen. Also hatten die Francosen diesen Ciromfall noch in ihren Arrest, aber Magistrat weil es ein Borger heisiger Stadt, haben ihm reklamirt und ist ihnen auch abgefolgt worden, da er dan im Magistrats Gewalt ist hiehin den 24. Mertz. (aus : Freiherr Hermann Ariovist von Fürth, Beiträge und Material zur
Geschichte der Aachener Patrizierfamilien, Bd. III, Aachen 1890, S. 287)