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Aachen und die Zahl 11

Noppius, der noch den mittelalterlichen Haupteingang in das Rathaus kannte, versichert uns, daß in Wirklichkeit 15 Stufen zum ersten Geschoß des historischen Rathauses führten, daß die Bevölkerung aber dennoch von „Eilf Trappen“ rede. Von oben herab wurde den Beschuldigten die Strafgerichtsurteile verkündet. Wer eine schwere Strafe befürchtete, machte ein „Eilftrappe – Geseäch“.
„Unter dieser Leufen gehet man zum Rathaus hinauf über 15 Stafel, welche doch ingemein, die eilf Treppen genannt werden.“
(Noppius, I. Buch, 25. Kapitel, 1632)

Ob in der Eilfschornsteinstraße wirklich genau 11 Schorsteine der Aachener Kupfermeister standen, ist nicht überliefert. Spuren eines großen frühneuzeitlichen Kupferhofes wurden jedenfalls bei der archäologischen Untersuchung des Geländes vor dem Bau des „Super-C“ am Templergraben gefunden.

Ob das Haus „Eilf Jecken“ eine Narrenakademie war? Wir wissen es nicht. Peter Hermann Loosen berichtet in seinem Sammelbändchen mit aquensischen Aufsätzchen gestützt auf Clemes August Hecker (Curiosa der berittenen Akademie der Künste und Wissenschaften, Dülken 1827) jedenfalls Ereignisse, die wir einfach nicht ernst nehmen können.

Hat sich der Zug des Narrenschiffes wirklich 1133 abgespielt? Oder schrieb man damals schon der Zahl „11“ eine närrische Wirkung oder Bedeutung zu? Dann wäre es kein Zufall, daß die Ereignisse um das Aachener Narrenschiff chronologisch dem Jahre 1133 zugeordnet worden sind. Der ausführliche Bericht des Abtes von St. Truiden erinnert jedenfalls lebhaft an Ereignisse an den „hohen rheinischen Feiertagen“.

Auszug aus der Chronik von St. Truiden