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Aachener Geschichtsverein
 
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Aktuelles


Sachstand stadtgeschichtliches Museum

Am 28. Mai 2009 stellten Architekt Koenig (Aachen), Dr. Herman (Münster) und Prof. Dr. Heinen (RWTH Aachen) im Sitzungssaal des Historischen Rathauses das neue Konzept vor.

Die beiden ersten Geschosse der dem Katschhof und der Ritter-Chorus-Straße zugewandten Flügel des Verwaltungsgebäudes sowie der Innenhof incl. der Tiefgarage werden für das neue Museum reserviert. Diese beschränkten Flächen werden architektonisch recht geschickt für den Bedarf an Ausstellungsflächen, an Verkehrsflächen, für Garderobe, an Besprechungsräumen und an Räumen für die Museumspädagogik, an Sanitärräumen sowie für eine Cafeteria genutzt. Zum Katschhof hin wird das Erdgeschoß offener als das bisherige Verwaltungsgebäude gestaltet.

Die Ausstellung wird chronologisch aufgebaut und orientiert sich an Karl dem Großen, seinem Nachwirken und seiner Rezeption bis in die Jetztzeit. Die Konzeption der Ausstellung orientiert sich damit zwar an Aachen als historischem Ort, ist aber nicht primär der Darstellung der verschiedenen Themen der Aachener Stadtgeschichte und der Präsentation der dazu gehörigen Realien gewidmet. Dies geschieht zwar, aber in einer stark fokussierten Auswahl. Die Karlsrezeption soll mit Grundzügen der Stadtgeschichte parallel geführt werden, wobei allerdings eine Vielzahl von Themen nicht oder nur sehr grob dargestellt werden können und insbesondere die vorkarolingischen Zeiten nur eine sehr eingeschränkte Behandlung erfahren sollen.

Die Geschichts- und Heimatvereine wurden insoweit auf die noch in einem Vorstadium befindlichen Pläne zur Nutzung von St. Paul in der Jakobstraße als stadtgeschichtliches Museum verwiesen. Diese Kirche des ehemalige Dominikanerklosters ist nach wie vor Pfarrkirche. Zur gleichen Zeit wird ungebremst die Umnutzung der Frankenburg zu einem Bürgerzentrum weiter betrieben.

Die Entwicklung läuft somit nicht darauf hinaus, daß die Lücken des stadtgeschichtlichen Museums in Burg Frankenberg geschlossen und daß die Präsentation zu einer zeitgemäßen Darstellung der Stadtgeschichte entwickelt wird.

Die Vereine sind allerdings nach wie vor zum Dialog eingeladen, wozu ja letztlich die Veranstaltung vom 28. 5. 2009 auch diente. Wir haben also noch die Möglichkeit uns einzubringen. Welche Spielräume die zentralen Flächen größenmäßig für Wechselausstellungen bieten, müßten wir uns noch einmal klar machen lassen. Größere Objekte und eine inhaltlich vielschichtige Thematik wird man aber – so ist zu besorgen – in den dafür reservierten Flächen schwer unterbringen können.

Nach dem jetzigen Sachstand ist somit zu befürchten:

Einzelne Ausstellungsstücke werden den Beständen entnommen und verstreut an Stationen der Route Charlemagne Platz finden. Der Rest der Bestände landet im Depot.

Wo die für die Stadtgeschichte bedeutsamen neuen archäologische Funde ausgestellt werden können, bleibt weiterhin offen.

Wesentliche Kapitel der Aachener Stadtgeschichte werden keinen Platz mehr finden.

Da ist nicht tröstend, daß insbesondere für den Touristen ein Besuch der Ausstellung im „Centre Charlemagne“, die Momente der Aachener Geschichte herausstellt, die für diese Stadt Alleinstellungsmerkmale sind, durchaus lohnend sein mag.

die bisherige Entwicklung