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Aachener Geschichtsverein
 
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Aktuelles


Kornelimünster auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft "historische Stadt- und Ortskerne" präsent

Die Entwicklung Aachens von einer Reichsstadt mit eigenem Territorium tritt ebenso wie die Unabhängigkeit einiger inzwischen in die Großstadt eingemeindeter Städtchen und Orte heute noch hier und im Stadtbild Aachens deutlich zutage.

Kornelimünster mit allein im Ortskern etwa 80 reizvoll um Plätze, verwinkelte Straßen und die Inde gruppierte denkmalgeschützte Bauten verdient den Ehrenplatz des ersten Aachener Ortskerns auf der neuen Internetseite:

zur Seite historische Stadt- und Ortskerne

Das prachtvolle Ensemble aus den barocken Abteigebäuden, die eine wertvolle Sammlung des Landes mit moderner Kunst beherbergen, und der spätgotischen Abteikirche mit ihren Kapellenanbauten findet in den spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bürgerhäusern des Ortskerns eine reizvolle Umrahmung – so wie die kostbare Fassung des Solitärs einer Brosche oder eines Ringes. Schräg gegenüber der Abteikirche finden wir ein einachsiges, zweistöckiges Gebäude, bei dem es sich wohl um das schmalste Haus unseres Landes handeln dürfte.

Zu Kornelimünster haben wir inzwischen ebenfalls eine Seite gestaltet.
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Das historische Burtscheid, insbesondere die Hauptstraße, zu der wir die für die Baugeschichte wichtige Dissertation von Hans Crumbach posthum zum Druck gebracht haben, hat schwer unter den Bombenangriffen des II. Weltkrieges gelitten. Der Ortskern um die auf einem Höhenrücken weithin sichtbar platzierte Abtei- und die Pfarrkirche, beide von Couven gebaut, kommt mit einzelnen Denkmalen und zurückhaltend gestalteten modernen Gebäuden gut zur Geltung.

Der Kern der Altstadt hat zwar auch im II. Weltkrieg viel an Substanz verloren, wird aber immer noch vom Ensemble aus Dom und Rathaus geprägt und wird von modernen Bauten in seiner Erscheinung – Gottseidank – wenig beeinträchtigt. Der kriegsbeschädigte historistische Klotz des Verwaltungsgebäudes von Prof. Pützer aus der Zeit um die vorletzte Jahrhundertwende, der den Aachenern durchaus gefiel und als historistisches Gebäude heute wohl unter Denkmalschutz gestellt worden wäre, wurde um 1960 durch einen Neubau entsprechend einem Entwurf von Prof. Graubner (TU Hannover)ersetzt, der bewußt in Maß, Stil und Material hinter die großen Denkmäler an den Schmalseiten des Katschhofes (Dom und Rathaus) zurück trat. Von den vielen Plätzen um Dom und Rathaus macht der Domhof, früher Parvisch genannt, den geschlossensten Eindruck.

In Richterich ist das Schloß Schönau als alter Ortskern nach wie vor in einem kleinen Park mit Schloßgraben frei gestellt. Hier treten aber zu wenig andere denkmalwerte Gebäude als Widerpart hinzu, um wirklich von einem historischen Ortskern sprechen zu können.

Die meisten Ortskerne von Aachens Stadt- und Ortsteilen leiden daran, daß kein geschlossenes historisches Ortsbild um die monumentaleren, erhalten gebliebenen Gebäude bewahrt geblieben ist, obwohl es im Detail fast überall durchaus reizvolle Stadtbilder gibt. Exemplarisch seien genannt die Umgebungen der alten Pfarrkirchen St. Katharina/Forst, St. Severin/Eilendorf, Zehnthof und St. Germansu/Haaren, St/Laurentius/Laurensberg und St. Martin/Richterich.

Einige alte Weiler sind klein und in ihrem Ortsbild ungestört bewahrt geblieben. Beispielhaft seien Hasselholtz, Lemiers und Seffent sowie die malerische Brandenburg in Schmithof-Sief genannt.

In der Wiesen- und Aacherlandschaft des Aachener Norden bestanden jedoch keine geschlossenen Dörfer und Weiler, sondern es herrschte eine Siedlungsweise mit in der Landschaft verstreuten Gehöften vor. Verloren gegangen ist das sich daraus ergebende Ortsbild in Laurensberg, dessen Kern sich vor allem nach dem II. Weltkrieg und noch einmal verstärkt nach der Eingemeindung 1972 zu einem verdichteten Wohnvorort gewandelt hat.

Die lockere Siedlungsweise besteht beispielsweise noch in der Soers, in Forsterheide und entlang des Crombaches (Fronrather Höfe).

Einen eigenen historischen Siedlungstypus bildeten die Dörfer entlang historischer Straßenzüge wie z.B. Vetschau oder Horbach.

Derzeit wird an einer Verbesserung des Umgebungsschutzes des UNESCO – Weltkulturerbe -Denkmales „Münsterkirche – Dom“ gearbeitet. Die Stadt hat bereits vor Inkrafttreten des Denkmalschutzgesetzes NW und vor der darauf geschützten Unterschutzstellung einzelner Denkmäler das Ortsbild der Innenstadt und in einzelnen Ortsteilen durch eine Stadtbildsatzung geschützt:
Stadtbildsatzung