Logo des AGV

Aktuelles


Die Corona-Pandemie verlangt auch noch im Mai Einschränkungen

Seit Mitte März, als wir erstmals auf die beginnende Pandemie reagiert haben, sind die Fallzahlen kontinuierlich gestiegen. Die sog. Reproduktionszahl, d.h. die Anzahl der von einer bereits infizierten Person angesteckten weiteren Personen ist inzwischen auf einen angestrebten Wert unter 1 gesunken, so dass der anfänglich starke Anstieg der Fallzahlen sich verlangsamt hat. Dies war jedoch nur durch ein sog. Lockdown möglich, mit dem das gesamte öffentliche Leben heruntergefahren worden ist.

Für kulturelle Veranstaltungen bedeutete das das weitgehende Aus, was auch für geschichtliche Vorträge, Colloquien, Museumsbesuche, Führungen und Exkursionen bis auf weiteres gilt.

Das Virus ist hoch infektiös und wird über eingeatmete Tröpfchen übertragen. Daraus ergibt sich das Gebot eines gegenseitigen Abstandes und das Tragen von Gesichtsmasken.

Wir haben uns erst kürzlich in dem Vortrag von Prof. Dr. mult. Dominik Groß „Die Spanische Grippe (1918) – Ursachen, Hintergründe und Folgen“ mit der Gefährlichkeit von Pandemien befaßt. Auf eine an der Redewendung „Pest oder Cholera“ angelehnte Frage, was ihm denn selbst gefährlicher erscheine, führte Prof. Groß aus, dass die Spanische Grippe zu ihrer Zeit gefährliche als die Pest gewesen sei, da man diese schon habe heilen können, während es gegen die Spanische Grippe kein Gegenmittel gegeben habe. Das Fehlen eines Gegenmittels bedeutet, dass eine Seuche jederzeit erneut ausbrechen und sich schnell wieder ausbreiten kann, wenn das nicht sofort erkannt wird und Schutzvorkehrungen getroffen werden. Die menschliche Politik ist solange machtlos, wie keine effektiven Heilmittel zur Verfügung stehen.

Deshalb werden wir u.U. noch länger Einschränkungen hinnehmen müssen. Was das konkret für die geplanten Veranstaltungen heißt, werden wir unter >>Veranstaltungen<< mitteilen.