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Aachener Geschichtsverein
 
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Aktuelles


Das künftiges Centre Charlemagne soll neben Dom und Rathaus ein Hauptelement der Route Charlemagne werden.

Der Aufruf der Stadt Aachen

[Nachguß der sog. Metzer Reiterstatuette Karls des Großen für die Zeche Carolus Magnus Übach-Palenberg; jetzt in der Peterskapelle Palenberg]

In etwa zwei Jahren wird am Katschhof das Centre Charlemagne eröffnen. Als Kernstück der Route Charlemagne wird es Dauer- und Wechselausstellungen, ein Auditorium, einen didaktischen Bereich und nicht zuletzt ein Café und einen Museumsshop beherbergen. Im Mittelpunkt werden zwei Themen stehen: die
Geschichte Karls des Großen und die Entwicklung Aachens. Dabei geht es nicht allein um die karolingische Epoche, sondern um die Entwicklung der Stadt und die Wirkungsgeschichte Karls von den Anfängen bis heute. Schwerpunkte werden beispielsweise die mittelalterlichen Krönungen, der neuzeitliche Aufbruch in die Moderne und nicht zuletzt zeitgeschichtliche Themen sein. Erzählt wird diese Geschichte auf vielfältige Weise: durch historische Objekte ebenso wie durch neue Medien, durch authentische Dokumente ebenso wie durch experimentelle Geschichtslabore.
Im Centre Charlemagne sollen auch Objekte zu sehen sein, die bislang noch nicht gezeigt worden sind oder noch gar nicht bekannt waren. Aus diesem Grunde wertet das Projektteam der Route Charlemagne momentan die Bestände zahlreicher Museen und Sammlungen aus. Allerdings ist zu vermuten, dass sich auch in privater Hand interessante und aussagekräftige Objekte befinden, die sich als Exponat für das Centre Charlemagne eignen würden. Vor diesem Hintergrund bitten wir die Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe:

Besitzen Sie etwas, das für das Centre Charlemagne interessant ist und das unter Umständen dort ausgestellt werden könnte? Gesucht werden in erster Linie drei Arten von Objekten:

Funde aus der Antike und dem Mittelalter

Aachen war seit der Römerzeit kontinuierlich besiedelt, entsprechend sind zu allen Zeiten Funde aus Antike und Mittelalter gemacht worden. Nur ein Teil dieser Funde wurde in archäologischen Ausgrabungen gewonnen und wissenschaftlich untersucht. Andere wurden zufällig entdeckt, z.B. bei früheren Baumaßnahmen. Häufig haben Bürgerinnen und Bürger diese Objekte in ihre Obhut genommen und auf diese Weise erhalten. Das Spektrum reicht von Kleingegenständen über Keramiken und Münzen bis hin zu Architekturfragmenten. Um die Darstellung der Aachener Geschichte vor, während und nach der Zeit Karls des Großen abzurunden, sind diese Funde für das Centre Charlemagne von großem Interesse. Sie können zugleich eine wertvolle Quelle zur weiteren Erforschung der Stadtgeschichte sein.

Objekte aus dem 19. und 20. Jahrhundert

Die Geschichte Aachens im 19. und 20. Jahrhundert ist bislang nur lückenhaft durch Objekte dokumentiert. Dies betrifft insbesondere die Dynamik der napoleonischen Epoche und der Industrialisierung mit ihren sozialen Auswirkungen, die Geschichte des Ersten Weltkrieges und der nachfolgenden Krisen der frühen 1920er Jahre, die Geschichte des Nationalsozialismus, den Zweiten Weltkrieg, die Einnahme Aachens durch die Alliierten und die unmittelbar darauf einsetzenden Schritte der Demokratisierung. Auch der Wiederaufbau und die Entwicklung der Stadt in den letzten Jahrzehnten, die gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüche der 1960er und 1970er Jahre, die Migration und der ökonomische Strukturwandel hin zur Wissenschafts- und Technologieregion lässt sich durch geeignete Objekte erläutern. Neben aussagekräftigen Plakaten, Fotografien oder Filmaufnahmen werden vor allem Gegenstände gesucht, die exemplarisch für eines dieser Themen stehen könnten.

[Charlemagne des Légendes, imprimé par Ch. Lahure et Cie., rue de Fleurus 9, à Paris]

Deutungen und Umdeutungen Karls des Großen.

Ein Leitthema des Centre Charlemagne wird die Deutung Karls des Großen in den letzten zwölf Jahrhunderten sein. Wichtige Etappen dieser Rezeptionsgeschichte sind etwa die Darstellungen Karls als idealer Herrscher und als Heiliger, als Schutzherr Aachens, als Begründer des deutschen oder französischen Staates oder Vorläufer eines geeinten Europa. Ebenso gehört hierzu die ideologische Vereinnahmung Karls im Nationalsozialismus. Diese Deutungen und Umdeutungen schlagen sich in einer Vielzahl von Kunstwerken, Grafiken, Gebrauchs- und Alltagsobjekten, Plakaten, Karikaturen und Druckschriften nieder. Von Interesse sind nicht zuletzt Stücke, die sich auf kritische oder negative Weise mit Karl auseinandersetzen.

Organisatorisches – Einladung:

Der Kulturbetrieb der Stadt Aachen lädt interessierte Bürger zu einem Treffen ein:

am Samstag, dem 27. November 2010

zwischen 11:00 und 16:00 Uhr

Foyer des Suermondt-Ludwig-Museums (Wilhelmstraße 18)

Soweit möglich, sollten die Objekte oder Fotos derselben mitgebracht werden. Im Museum besteht die Möglichkeit, die Objekte durch Experten der Stadtgeschichte und Stadtarchäologie sichten zu lassen. Solche Objekte, die nach dieser ersten Sichtung als mögliche Exponate in Frage kommen, werden – Ihr Einverständnis vorausgesetzt – durch den Kulturbetrieb in einer Datenbank erfasst. Alle Gespräche über die Modalitäten einer möglichen Präsentation in der Ausstellung erfolgen dann im Nachgang. Aufgrund begrenzter Depotflächen wird es leider nicht möglich sein, größere Objekte oder Objektbestände abzugeben.

Kontakt: Kulturbetrieb der Stadt Aachen Geschäftsbereich Route Charlemagne, Dr. Thomas Müller, Tel.: 0241 / 432 4919