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Aachener Geschichtsverein
 
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Aktuelles


bundesweite Schweigeminute und Gedenkveranstaltungen zum Gedenken der Opfer rechtsextremer Gewalt

Es ist schon bemerkenswert genug und vielleicht schon historisch, wenn die Kontrahenten des Arbeitskampfgeschehens sich einmal zu einer gemeinsamen Aktion zusammen finden.

Was die Geschichte angeht, kann man zwar auch resignierend feststellen, daß die menschliche Geschichte lehrt, daß der Mensch anscheinend nichts aus der Geschichte lernt. Immer wieder erfährt man neue aktuelle Beispiele für die schon im alten Rom geltende Erkenntnis: homo homini lupus (frei: der Mensch ist des Menschen Feind; wörtlicher: der Mensch wird dem Menschen zum Wolf).

Wir wollen dennoch nicht resignieren und sehen die Aufgabe, ja auch die Pflicht, die unfaßbaren Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschland immer wieder zu thematisieren. Wir sollten denjenigen, die das Gedankengut von Kriegsverbrechern aufgreifen und wider jede bessere Erkenntnis den Fremdenhaß und den Haß gegen andere Völker predigen, nicht durchgehen lassen, wenn sie Deutschland einseitig als Opfer der alliierten Kriegsführung darstellen wollen.

Gegenüber den Mördern aus Rassenhaß und ihren Unterstützern gilt es darauf hinzuweisen, daß die Menschheit schon seit biblischen Zeiten die absolute Geltung der Achtung vor dem Leben eines jeden Menschens kennt („Du sollst nicht töten!“), auch wenn man in der Geschichte leider allzu oft Verstöße gegen das Verbot erlebt und sogar Rechtfertigungsgründe dafür gefunden hat, weshalb es im Ausnahmefall dann doch gestattet sein sollte.

Die Gedenkminute findet statt am Donnerstag, den 23. Februar 2012, 12.00 Uhr.

Download des gemeinsamen Aufrufs

Im Bundestag und in den Landtagen finden Gedenkveranstaltungen Stadt. Auf der zentrale Trauerfeier auf dem Gendarmenmarkt in Berlin spricht die Tochter des ersten Mordopfers der Zwickauer Terrorzelle nach der Bundeskanzlerin.

Unter den Migranten wächst die Kritik daran, daß die rechtsradikale politische Motivation und der Fremdenhaß so lange als Quelle der Gewalt übersehen worden ist. Stattdessen habe man z.T. sogar die eigenen Familien der Opfer verdächtigt. Schaut man auf die Liste von 148 Opfern rechter Gewalt zwischen 1990 und 2010, die „Die Zeit“ zum Gedenktag veröffentlichte, ist man fast mehr entsetzt über die konsequente Verharmlosung der rechten Gefahr als über die lange Liste von Opfern rechter Gewalt.

Die Mordlust aus Fremdenhaß und die Kurzsichtigkeit der Strafverfolgungsbehörden auf dem rechten Auge haben in Deutschland leider lange Tradition. Schon lange bevorzugen die Feinde unseres demokratischen Staates die Farben Schwarz-Weiß-Rot statt Schwarz-Rot-Gold. Wir haben daher in Verfremdung einer Vorlage aus „Die Zeit“ diese Farben für unsere Grafik zur Topographie des rechten Terrors gewählt. Ihre Spuren heben sich wie als Blutflecken im Schnee hervor. Die Verwendung der von ihnen bevorugten alten Frakturschrift in der Grafik soll zeigen, daß ihre verstockte Taten den Geist einer historisch eigentlich schon bewältigten Zeit atmen.